Forum Analoge Photographie
Ist sind ein Zusammenschluss analog arbeitender Fotograf:innen und Künstler:innen.
Im Jahre 2020 gegründeten Forum Analoge Photographie haben sich analog arbeitende Fotograf:innen zusammengefunden. Sie eint ihre Leidenschaft für analoge Techniken und das Ziel, auf dieses Medium als Kunst- und Kulturtechnik aufmerksam zu machen und auf dem Kunstmarkt zu etablieren.
Siegfried Utzig
Jenseits des Waldes
Skizzen einer minimalistischen Reise
Kallitypien
In einer Welt, in der alles Erreichbare längst erreicht scheint, verlieren auch Sehnsuchtsziele ihre Verheißung –und mit ihnen schwindet die Hoffnung, das eigene Leben könne sich durch die Reise dorthin verändern. Es ist bisweilen ein langer Weg bis zu der Erkenntnis, dass anderenorts genau dasselbe geschieht wie zuhause. Erst dann öffnet sich der Blick für das Abgelegene, das Unscheinbare, das im Schatten Verborgene, das aber dennoch die Struktur des Ganzen mitbestimmt.
Es ist also nur konsequent, sich auf eine Reise an die Peripherie des Alltäglichen – auf eine minimalistische Reise –zu begeben. „Jenseits des Waldes“ ist ein Reisetagebuch einer solchen Reise durch den eigenen Wohnort – Berlin-Frohnau. Am nördlichen Rand der Stadt wird die Peripherie konkret erfahrbar.
Auf einer minimalistischen Reise gilt es, in der unmittelbaren Umgebung Unbeachtetes zu entdecken und Übersehenes aus der Vergessenheit zurückzuholen. Die Sehenswürdigkeiten auf dieser Reise liegen gleich vor der eigenen Haustür. Wer sich auf eine solche Reise einlässt, verschiebt die Blickachse: der Rand wird zum eigentlichen Ort der Erkenntnis. So können auf einer minimalistischen Reise die verschiedenen Formen, mit denen Hausbesitzer versuchen, die Natur zu zähmen, zur touristischen Attraktion werden. Dann können Bäume, Sträucher, Pflastersteine –ja selbst Gartenzäune –urplötzlich das Potenzial einer Sehenswürdigkeit entfalten. Die minimalistische Reise bietet Raum für die Entdeckung des Alltäglichen als Motiv, in der Hinwendung zum Unspektakulären, in der Aufwertung des vermeintlich Nebensächlichen.
Ausstellung:
FAP-Showroom 31. Juli 2026 bis 29. August 2026
Vernissage:
31. Juli 19 bis 21 Uhr
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 18 bis 20 Uhr
Samstag 11 bis 14 Uhr
Über Uns
Das Forum Analoge Photographie entstand 2020 aus der gemeinsamen Leidenschaft für das analoge Arbeiten und den Wunsch, die analoge Fotografie als kulturellen Prozess zu bewahren und ihr mehr Raum und Beachtung in der Welt der Kunstschaffenden zu geben. Mit einem breiten Spektrum an fachlichem und gestalterischem Wissen lebt das Forum vom Austausch untereinander zu Prozessen, Technik und Materialien ebenso wie von der gegenseitigen Inspiration. Die Gruppe von elf festen Mitgliedern blickt gemeinsam auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung in einer Vielzahl von fotografischen Techniken und Arbeitsweisen zurück.
Man mag sich fragen, was sie dazu bewegt, einem Medium treu zu bleiben, das ganz klar seine Tücken hat, oftmals langwierig und frustrierend ist und im Zeitalter der sozialen Medien mit ihrer schnelllebigen Bilderflut schier untergeht.
Für die FAP-Mitglieder ist es ganz klar. Ihren Antrieb nährt das Staunen über den Zauber der Dunkelkammer, das haptische Arbeiten mit dem organischen Material und eben das langsame, behutsame Entstehen eines Bildes. Ausprobieren, sich die Zähne ausbeißen, scheitern, von vorne beginnen, Neues entdecken und zu etwas umwandeln, das dem Ausdruck ein Gewand verleiht. Dann lässt sich mit einer Mischung aus Stolz und ein wenig Demut blicken auf das fertige Werk, das immer einen kleinen Rest von Kompromiss in sich trägt – einem Gruß aus einer anderen Welt, die sich nie zu 100% kontrollieren lässt.
Der FAP-Showroom
Ackerstraße 7 10115 Berlin – Mitte Geöffnet: Do. + Fr. 18–20 Uhr Sa. 11–14 Uhr
…und nach Vereinbarung +49-(0)–178 853 16 16


