Elena Ternovaja

„Alchemie der Zeit“

Chemigramme, Experimente auf dem Fotopapier

 Ausstellungsdauer: 16. Dezember 2025 – 17. Mai 2026

 Sonderausstellung im Museum Mineralogia München

Ort:
Mineralogische Staatssammlung München
Museum Mineralogia München
Theresienstr. 41, 80333 München

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Freitag, 12.00 bis 16.00 Uhr
Samstag, Sonn- u. Feiertage 13.00 bis 17.00 Uhr.

Die Ausstellung „Alchemie der Zeit“ der Fotokünstlerin Elena Ternovaja präsentiert eine poetische Reise durch Erinnerung,
Transformation und die visuelle Sprache des Lichts. Im Zentrum stehen Chemigramme – fotografische Unikate, die ohne Kamera entstehen.
Die Chemigramm-Technik, entwickelt in den 1950er Jahren, gilt als eine der radikalsten Formen der abstrakten Fotografie. Sie überschreitet die Grenzen des klassischen fotografischen Prozesses und nähert sich der Malerei, der Grafik und der Materialkunst an. Ternovaja greift diese Tradition auf und erweitert sie um pflanzliche  Wirkstoffe, Naturmaterialien wie Sand, Muscheln und Trockenpflanzen sowie um die bewusste Einbindung von Zufall und Zeit. Ihre Bilder entstehen auf lichtempfindlichem Fotopapier, das sie mit Hilfe eines selbstgebauten Tricktisches, Glasscheiben und natürlichen Substanzen bearbeitet – ein Prozess, der an die frühen Experimente der Fotografie im 19. Jahrhundert erinnert.

Die Ausstellung thematisiert die Vergänglichkeit des Moments und die Verwandlung innerer Bilder in sichtbare Formen. Ternovaja nutzt die Technik der Chemigramme als alchemistische Metapher: Während die frühen Fotopioniere wie Talbot, Herschel oder Bayard mit Licht und Chemie experimentierten, um die Welt sichtbar zu machen, nutzt Ternovaja dieselben Elemente, um das Unsichtbare, das Erinnerte und das Emotionale zu visualisieren. Ihre Werke sind keine Abbilder der Realität, sondern poetische Reflexionen über Zeit, Vergänglichkeit und Transformation.

Die Bilder wirken wie visuelle Tagebücher – mal zart und flüchtig, mal grafisch und kraftvoll. Grauwerte, Lichtverläufe und organische Strukturen verschmelzen zu einer Bildsprache zwischen Fotografie, Malerei und Zeichnung.

Hier sind Links zur Webseite des Museums: